Begleitprogramm

geburtskultur. vom gebären und geboren werden
birthculture. giving birth and being born

20 Jahre Frauenmuseum Hittisau Jubiläumsausstellung
20 Years Frauenmuseum hittisau Anniversary Exhibition

Informationen zur Ausstellung

Begleitprogramm zur Ausstellung

Während der gesamten Dauer begleitet ein vielfältiges Rahmenprogramm die Jubiläumsausstellung des Frauenmuseum Hittisau. Die Veranstaltungen finden zum Teil landesweit statt. Zahlreiche Kooperationspartner*innen „schenken“ damit dem Frauenmuseum zum Geburtstag eigene Veranstaltungen, in denen sie die Themen rundum Schwangerschaft, Geburt und erste Lebensjahre aufgreifen.

Das Begleitprogramm wird außerdem ermöglicht durch die die Sophie von Liechtenstein Stiftung und die GERDA TECHOW GEMEINÜTZIGE STIFTUNG, VADUZ.

Aufgrund von Covid-19 wird das Programm jeweils kurzfristig veröffentlicht. Wir bitten Sie, sich regelmäßig an dieser Stelle zu erkundigen.

 

Aktuelle Termine

August 2020

  • Sa, 15. & So, 16. August: Frauenmuseum Hittisau Women* only: Vulva – Workshop mit Gloria Dimmel. ausgebucht!

September 2020:

  • Di 1. Sept. Hittisau, 20 bis 23 Uhr. „Empowerment Natur“Ein Nachtabenteuer mit Sarah Kerle für Mädchen und junge Frauen ab 10 Jahren. Eine Exkursion der inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn in Kooperation mit dem Frauenmuseum Hittisau. Treffpunkt: Frauenmuseum. Anmeldung unter naturschau@inatura.at oder T +43 676 83306 4770, Infos unter www.inatura.at
  • Sa 5./So 6.Sept. Reiseziel Museum im Frauenmuseum Hittisau
    Familienführungen und div. Programmpunkte – Jeweils von 10 bis 17 Uhr. Tagesprogramme werden noch bekannt gegeben. Weitere Details zu den Programmen unter: www.reiseziel-museum.com
  • Fr 11. Sept.  Frauenmuseum Hittisau: 9-11 Uhr, Frauencafé im Frauenmuseum.  Das erste Begegnungscafé nach der Sommerpause steht ganz unter dem Thema „Geburtsgeschichten“. Es ist Teil der internationalen Erzählcafé-Aktion zu Schwangerschaft und Geburt. Alle Frauen* sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Infos und Anmeldung unter: kontakt@frauenmuseum.at
    Infos zur Erzählcafé-Aktion und dem Portal Birthstories: https://erzaehlcafe.net/
  • Do 17. Sept. Frauenmuseum Hittisau: 19 Uhr, „Vorarlberger Kulturgeschichte der Geburt: Das Entbindungsheim Lustenau“. Vortrag von Dr.in Nikola Langreiter (Kultur- und Kommunikationswissenschaftlerin), im Anschluss Gespräch mit Zeitzeug*innen. Anmeldung unter: kontakt@frauenmuseum.at
  • Sa 19. Sept. Dornbirn, Elfenküche, 10-15 Uhr: „Nähren und Gebären – Kochkurs rundum Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“ mit Ulli Marberger, (8-10 Teilnehmer*innen, Teilnahmekosten: 65.- inkl. Skript), Infos und Anmeldung unter ulli@elfenkueche.at, Tel. 0650 351 06 18, www.elfenkueche.at
  • Do 24. Sept. Dornbirn, Spielboden Kinosaal:
    18 Uhr Vortrag „Machbarkeit und Mutterglück: Die mediale Darstellung von Geburt “ mit Dr.in Dorothea Rüb (Hebamme, Redakteurin, Medienwissen-schaftlerin, Klagenfurt/Celovec)
    20 Uhr: Filmvorführung „Der erste Schrei von Gilles de Maistre, Dokumentarfilm (F, 2007)
    Tickets über www.spielboden.at

Details Termine (bitte scrollen)


Women* only: Es lebe die Einzigartigkeit!
Vulva-Workshop im Frauenmuseum Hittisau

  • Sa 15.8.: 10-14h
  • Sa 15.8.: 16-20h
  • So 16.8.: 10-14h

Eine Veranstaltung der IG Geburtskultur a-z im Rahmen der Ausstellung „geburtskultur. vom gebären und geboren werden“ des Frauenmuseum Hittisau anlässlich 20 Jahre Frauenmuseum.

© Flora Löffelmann
© Flora Löffelmann

Jeder Mensch hat eine einzigartige Nase, einzigartige Hände, einzigartige Augen. Und jede Frau* hat eine einzigartige Vulva. Das weibliche Geschlecht gilt aber nach wie vor als Problemzone: Einerseits gesellschaftlich tabuisiert, anderseits ästhetischen Idealvorstellungen unterworfen. Dieser Sichtweise wollen wir mit unserem Vulva- Workshop im Rahmen der Ausstellung „geburtskultur. vom gebären und geboren werden“ im Frauenmuseum Hittisau kraftvoll entgegensteuern.

Die in Wien lebende Künstlerin Gloria Dimmel produziert und sammelt seit 2017 Gipsabdrücke von Vulven. Was als Selbstversuch begann, ist über die Jahre gewachsen. Bislang haben über 400 Frauen* an der Aktion teilgenommen. Alle Menschen mit Vulva sind eingeladen, gemeinsam „blank zu ziehen“ und gleichzeitig Gedanken zu Sexualität, Körperbildern, Geschlechtergleichheit und Ungerechtigkeit auszutauschen. Jede kann ihren persönlichen Abdruck mit nachhause nehmen, ein zweiter geht in die Sammlung der Künstlerin und wird für Ausstellungszwecke verwendet.

Ablauf:
Beim insgesamt vierstündigen Workshop werden im einzigartigen „Raum für Geburt und Sinne“ neben dem Frauenmuseum im Eins-zu-eins Setting mit der Künstlerin die Abdrücke hergestellt. Während sie trocknen, steht eine Filmvorführung der TV-Dokumentation „100 Vaginas“ von Jenny Ash auf dem Programm. Auch die aktuelle Ausstellung „geburtskultur. vom gebären und geboren werden“ steht den Teilnehmenden offen.

Jeweils max. 8 Teilnehmende, Unkostenbeitrag € 50 bis 80.-
Anmeldung und Auskünfte unter info@geburtskultur.com, Tel. 0664 1644845

Ort: Frauenmuseum Hittisau, Platz 501, 6952 Hittisau, www.frauenmuseum.at

Gloria (c) Flora Löffelmann
© Flora Löffelmann

Gloria Dimmel wurde 1993 in Wien geboren. Sie hat Skandinavistik und Slawistik studiert und lebt als freischaffende Künstlerin in Wien. Gloria Dimmel bezeichnet sich mit Augenzwinkern als „pussy collector“. Seit 2017 produziert und sammelt sie Gipsrepliken von Vulven.

______________

„Empowerment Natur“

Eine Exkursion der inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn in Kooperation mit dem Frauenmuseum Hittisau anlässlich „DA SCHAUEN SIE. 20 JAHRE FRAUENMUSEUM HITTISAU“:

  • Dienstag, 1. 9.: Hittisau, 20 bis 22.30 Uhr

Ein Nachtabenteuer für Mädchen und junge Frauen ab 10 Jahren
Exkursion mit Sarah Kerle

Nachts im Freien unterwegs zu sein erfordert ein wenig Mut, bietet aber ungeahnte Möglichkeiten sich selbst und die Natur einmal ganz anders wahrzunehmen und zu erfahren. Unser im Alltag vorherrschender Sinn, der Sehsinn, muss sich nun „hinten anstellen“, Hören, Riechen und Fühlen werden dafür umso intensiver.  Wir lauschen alten Geschichten, erfahren spannende Strategien nachtaktiver Tiere und erleben unser persönliches, kleines Nachtabenteuer.

Teilnahme kostenlos – Begrenzte Teilnehmerinnenzahl!
Treffpunkt: Frauenmuseum Hittisau

Anmeldung unter naturschau@inatura.at oder T +43 676 83306 4770

Foto_Sarah Kerle

Sarah Kerle (Foto: inatura)

___________

Vorarlberger Kulturgeschichte der Geburt:

  • Do 17. 9.: Frauenmuseum Hittisau,19 Uhr, Vorarlberger Kulturgeschichte der Geburt: Das Entbindungsheim Lustenau“. Vortrag von Nikola Langreiter (Kultur- und Kommunikationswissenschaftlerin), im Anschluss Gespräch mit Zeitzeug*innen.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung werden einzelne Themen zur Vorarlberger Kulturgeschichte der Geburt aufgegriffen. Die Vorträge werden gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartner*innen realisiert und finden an unterschiedlichen Orten statt. Sie hängen inhaltlich nicht zusammen und können einzeln besucht werden.

Den Auftakt der Reihe macht ein Abend über die wechselvolle Geschichte des Lustenauer Entbindungsheimes im Frauenmuseum Hittisau:

Bildschirmfoto 2020-08-06 um 17.47.28© Lustenau Archiv

In Vorarlberg verfügte im 20.Jahrhundert beinahe jede größere Gemeinde über ein Entbindungsheim. Von 1973 an wurden die Geburtsstationen im Zuge der zunehmenden Medikalisierung der Geburt nach und nach geschlossen. Argumentiert wurde das vor allem mit den „hohen Kosten“ sowie mit der „sichereren Geburt“ in den regionalen Krankenhäusern. Als letztes Entbindungsheim im Ländle wurde 2001 jenes in Lustenau geschlossen – nach jahrzehntelanger Diskussion zwischen Gemeinde, Land und Bevölkerung. Die Kulturwissenschaftlerin Nikola Langreiter gibt Einblick in die wechselvolle Geschichte dieser Einrichtung.

Im Anschluss an ihren Vortrag erzählen Zeitzeug*innen von ihren Erlebnissen rund um das Lustenauer Entbindungsheim. Fachfrauen, die dort gearbeitet haben und Frauen, die dort ihre Kinder zur Welt gebracht haben.

Mag.a. Dr.in Nikola Langreiter, arbeitet seit 1995 als freiberufliche Kulturwissenschaftlerin; 2005–2010 Redakteurin von „L’HOMME. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft“ in Wien; 2010–2013 Vertragsassistentin am Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck. Sie betreibt seit 2014 in Lustenau das Textbüro Wortstellerei (www.wortstellerei.at). Forschungsschwerpunkte: DIY, Tourismus im Alpenraum, Biografie- sowie Frauen- und Geschlechterforschung.

Anmeldung unter kontakt@frauenmuseum.at

__________

„Nähren und Gebären – Kochkurs rundum Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“

  • Sa 19. 9.: Dornbirn, Elfenküche, 10-15 Uhr

Ulli Marberger, Betreiberin der Elfenküche in Dornbirn, hat seit längerem ein Herzensanliegen, das sie nun im Begleitprogramm zur Ausstellung „Geburtskultur“ des Frauenmuseum Hittisau in die Realität umsetzt. Die leidenschaftliche Köchin,  junge Mutter und TCM Kennerin, wird in exklusiven Workshops in ihrer Küche ein ganzheitliches Verständnis für Schwangerschaft und Wochenbett aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) vermitteln und die grundlegende Bedeutung der Ernährung in diesen Lebensphasen aufzeigen.

elfenkueche_ulli_9036 Ulli Marberger vor der Elfenküche, Bahnhofstrasse 16 in Dornbirn

Die Teilnehmer*innen lernen, den Zustand von Schwangerschaft und Geburt aus Sicht der TCM zu verstehen, erfahren, was genau energetisch im Körper passiert, welche Organe gestärkt, wie Blut und Energie aufgebaut werden, welche Speisen diese Prozesse unterstützen und wie sie zubereitet werden. „Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett brauchen nahrhafte, frisch gekochte Speisen, das ist keine Kunst, nur ist es wichtig, zu verstehen, was miteinander kombiniert wird und weshalb“, sagt Ulli Marberger.

Fette_Henne_©JoergGopldhalm_A
© Joerg Goldhalm, diefettehenne.at

 

In Kooperation mit der IG Geburtskultur a-z und dem Frauenmuseum Hittisau soll mit diesen Kursen auch ein alter Brauch wiederbelebt werden, der in vielen Kulturen bekannt ist und auch hierzulande früher praktiziert wurde: Familienangehörige, Freund*innen und Nachbar*innen unterstützen frisch gebackene Eltern, indem sie ihnen nahrhaftes und kräftigendes Essen zubereiten und vor die Türe stellen. Denn die Zeit nach der Geburt ist eine besondere Zeit, die junge Familie benötigt Schutz, Geborgenheit und Essenz. Ein richtiger Besuch darf warten, bis Wöchnerin und Neugeborenes so weit sind.

Die verwendeten Rezepte stammen von Ulli Marberger und aus dem Buch „Die fette Henne kocht – Rezepte für das Wochenbett“ von Doris Freudenthaler und Vera Brlica, das in der Elfenküche erhältlich ist. 

Termine:

Sa 19. 9., 10 – 15 Uhr: „Nähren und Gebären“ – Kochkurs rundum Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Ulli Marberger (max. 8-10 Teilnehmer*innen)

Sa 10. 10., 10 – 15 Uhr: „Nähren und Gebären“ – Kochkurs rundum Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Ulli Marberger (max. 8-10 Teilnehmer*innen)

Weitere Termine folgen.

Ort: Elfenküche, Bahnhofstrasse 16, 6850 Dornbirn, Teilnahmekosten: 65.- inkl. Skript

Anmeldungen, Infos unter ulli@elfenkueche.at  und Tel 0650 351 06 18

Infos unter www.elfenkueche.at

____________

„Machbarkeit und Mutterglück: Die mediale Darstellung von Geburt“

Kooperation zwischen Spielboden Dornbirn, Frauenmuseum Hittisau, und IG Geburtskultur a-z anlässlich „DA SCHAUEN SIE. 20 Jahre Frauenmuseum“:

Do 24. 9.: Spielboden Dornbirn, 18 Uhr Vortrag mit Dr.in Dorothea Rüb (Hebamme, Redakteurin, Medienwissenschaftlerin, Klagenfurt/Celovec)
20 Uhr: Filmvorführung „Der erste Schrei“ von Gilles de Maistre, Dokumentarfilm (F, 2007)
Spielboden Dornbirn, Kinosaal, 24.9., 18h:
„Machbarkeit und Mutterglück: Zur medialen Darstellung von Geburt“
Vortrag von Dorothea Rüb

Medien sind ein elementarer Bestandteil unsere Alltagskultur, sie prägen unsere Wahrnehmung der Welt maßgeblich mit. Auch rund um Schwangerschaft und Geburt spielen sie eine zentrale Rolle. Das Internet hat sich als Plattform für Information, Kommunikation und Vernetzung durchgesetzt. YouTube wurde zu einem neuen Raum der Geburtsrepräsentation. In Filmen und TV-Serien ist Geburt ein beliebtes Motiv. Und auch in Printmedien wird das Thema immer wieder aufgegriffen.

Realitätsnahe Darstellungen einer normalen Geburt sind in den Medien allerdings kaum zu finden. Geburten im Film sind durch Geschwindigkeit, Dramatik und Fragmentierung charakterisiert. Eine Konstante bildet das Mutterglück als Wunschprogramm, eingebettet in das medizinische Modell. Wie und in welchen Zusammenhängen sich diese Stereotypisierungen gestalten, zeigt die Kommunikationswissenschaftlerin und Hebamme Dorothea Rüb eindrucksvoll auf.

Im Anschluss wird der französische Dokumentarfilm „Der erste Schrei“ von Gilles de Maistre aus dem Jahr 2007 gezeigt.

Dorothea_Rüb Foto: privat

Dr.in Dorothea Rüb ist Hebamme, Atempädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin, Redakteurin der Österreichischen Hebammenzeitung und leitete bis Ende 2016 den Studiengang Hebammen an der FH Kärnten. Sie lebt in Klagenfurt.

20 Uhr, Spielboden Dornbirn Kinosaal:

„Der erste Schrei“ – Dokumentarfilm von Gilles de Maistre, Dokumentarfilm (F, 2007, 94 min, FSK 6)

Alle Menschen auf der ganzen Welt eint ein faszinierendes Erlebnis – ihre Geburt. In seinem preisgekrönten Dokumentarfilm widmet sich Gilles de Maistre diesem ergreifenden Wunder des Lebens. Sensibel porträtiert er schwangere Frauen unterschiedlicher Länder und Kulturen und zeigt auf, das Schwangerschaft und Geburt immer auch kulturell geprägt sind. In beeindruckenden Bildern wird der immer wieder überwältigende Moment der Geburt eingefangen – sei es auf einer modernen Entbindungsstation, im privaten Wohnzimmer, im Delphinbecken, einer Wellblechhütte oder in der nächtlichen Kälte der Wüste …

Bildschirmfoto 2020-07-09 um 16.05.48 Filmstill „Der erste Schrei“

Tickets unter http://www.spielboden.at

Eintrittspreise: Vortrag oder Film je 10.-/erm. 8.-; Kombiticket: Vortrag und Film: 12.-

Weitere Infos unter www.spielboden.at


Vergangene Veranstaltungen