Einmalige Chance für Vorarlberg
Pressemeldung der IG Geburtskultur a-z am 5. Mai 2026
Einmalige Chance für die Geburtshilfe in Vorarlberg
Zum Internationalen Hebammentag, der am 5. Mai gefeiert wird, um die Bedeutung der Hebammenarbeit weltweit ins Zentrum zu rücken, verkündet die IG Geburtskultur a-z aufregende Neuigkeiten: Seit über zehn Jahren setzt sich die gemeinnützige Initiative für die Erweiterung der Wahlmöglichkeiten für Frauen und Familien beim Ort der Geburt ein. Im Unterschied zu anderen Bundesländern und den Nachbarländern verfügt Vorarlberg über kein Geburtshaus, das als Bindeglied zwischen Spitals- und Hausgeburt dient. Für die neun Fachfrauen der IG handelt es sich dabei um eine gravierende Versorgungslücke. Wahlmöglichkeiten führen erwiesenermaßen zu mehr Zufriedenheit und Sicherheit in der Geburtshilfe und entlasten das Gesundheitssystem. Mit der vor Kurzem aufgegleisten Kooperation mit der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz (Kreuzschwestern Provinz Europa Mitte) sind sie ihrem Ziel nun einen wesentlichen Schritt nähergekommen. Diese stellen ihnen am Feldkircher Blasenberg ein Grundstück im Baurecht für die Verwirklichung eines innovativen Geburtsräume-Konzepts zur Verfügung.
Bildlegende: Mitglieder IG Geburtskultur a-z und Architektin Monja Kroetz gemeinsam mit Sr Clara Mair von der Gemeinschaft der Kreuzschwestern (2. von rechts)
Foto © IG Geburtskultur a-z/Antonia Koerfer
Hebammengeleitete Geburt am Blasenberg
Das Projekt „Raum für Geburt. Am Blasenberg“ setzt auf ein hebammengeleitetes Versorgungsmodell mit ambulanten Geburten, das für gesunde Schwangere international als evidenzbasiert sicher gilt und sehr gute Outcomes (Geburtsausgänge) bei geringerer Interventionsrate zeigt. „Geplant ist eine Hebammenpraxis mit Geburtsmöglichkeit und kontinuierlicher Betreuung von der Schwangerschaft bis ins Wochenbett – in den neuen Räumen oder zu Hause”, sagt Anka Dür, die sowohl als Hebamme wie gemeinsam mit Monja Kroetz als Architektin das Projekt gestalten wird.
Idealer Standort
Der Standort am Blasenberg vereint eine ruhige Lage mit guter Erreichbarkeit, auch für Familien aus Liechtenstein. „Für uns ist der Standort am Fuße des Blasenbergs ein großes Geschenk“, sagt Projektleiterin Brigitta Soraperra. „Er ist zentral gelegen, und die unmittelbare Nähe zum LKH Feldkirch gewährleistet zudem eine schnelle Anbindung für die seltenen Fälle, in denen zusätzliche medizinische Unterstützung notwendig wird." Die Projektverantwortlichen verstehen sich mit dem Vorhaben in der Tradition der Kreuzschwestern, die sich seit dem Jahr 1870 in Pflege, Bildung und sozialer Fürsorge für alle Menschen – unabhängig von Status, Herkunft und Einkommen – engagieren. „Auch aus diesem Grund sind wir enorm dankbar, dass die Schwestern das Potenzial unseres Projekts erkannt haben und es mit der Bereitstellung des Bauplatzes aktiv unterstützen werden“, freut sich Brigitta Soraperra. „Wo sie mit dem Alten-, Wohn- und Pflegeheim Antoniushaus die würdevolle Begleitung am Lebensende verfolgen, steht für uns ein achtsamer und selbstbestimmter Beginn des Lebens im Fokus. Beides gehört zusammen.“
Investor:innen gesucht
Auch wenn die Kosten für den Standort über das Baurecht gering gehalten werden können, steht den Projektinitiatorinnen ein Kraftakt bevor. Sie müssen nun über 1,5 Millionen Euro für den Bau der geplanten drei Baukörper aufbringen. „Wir suchen deshalb begeisterungsfähige Geldgebende, die gemeinsam mit uns diese Versorgungslücke schließen und junge Familien in Vorarlberg unterstützen wollen“, sagt Anka Dür. „Unserem Projekt liegt ein innovatives architektonisches Konzept zugrunde, das das gesundheitsfördernde Potenzial von Räumen gezielt nutzt. Investoren und Investorinnen machen damit ein zukunftsweisendes Gesundheitsprojekt möglich, mit Ausstrahlungskraft weit über die Region hinaus“, erklärt die auf Geburtsräume spezialisierte Architektin. Zudem wird für die Umsetzung eine Genossenschaft gegründet, die als Bauherrin agiert, denn „dieses Projekt soll von der Gemeinschaft getragen werden“, sind sich die engagierten Fachfrauen der IG Geburtskultur a-z einig.
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Geplanter Standort: Feldkirch, Blasenberg, vis à bis Antoniushaus